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Wir sind auch in der Vergangenheit sehr viel auf eigene Faust gereist und dies schon immer mit Lonely Planet. Inzwischen hat sich die Qualität dieser Reiseführer herumgesprochen. Wie immer bei einer solchen Entwicklung führt größere Popularität dazu, dass das Produkt sich zunehmend in eine Mainstream-Ecke entwickelt. Auch wenn die "roads less travelled" bei Lonely Planet inzwischen nicht mehr richtig zu finden sind, aus unserer Sicht immer noch die beste Wahl. Zu mehr Meinungen über diese Reisführer führt ein Klick auf das jeweilige Cover.
                    
Lonely Planet - Russia & Belarus

Wir reisen mit der im März 2006 in der vierten überarbeiteten Auflage erschienenen englischsprachigen Ausgabe des Lonely Planet für Russland und Weissrussland.

Warum diese beiden Länder zusammengefasst wurden, erschliesst sich dem geneigten Leser nicht. Das wie gewöhnlich umfangreiche und kurzweilige Kapitel über die Geschichte und Kultur Russlands lässt keinen weiteren Hinweis erkennen, als dass Weiβrussland jahrhundertelang mehr oder weniger eng an das russische Reich angebunden war und zu Zeiten der Sowjetunion eine der 15 Sowjetrepubliken war.

Vielmehr ist uns ein anderes sehr ärgerliches Detail in Hinblick auf die geographische Abdeckung während unseres Aufenthalts am Polarkreis aufgefallen. Lonely Planet hat die gesamte Polarregion Russlands aus dem Reiseführer ausgespart und verweist stattdessen auf den noch einmal ca. 30 € teuren und fast ein halben Kilo schweren (ein wichtiges Detail für einen Weltreisenden) Lonely Planet "Greenland and the Arctic". Es geht sogar soweit, dass auf der russischen Landkarte unseres Führers eingezeichnete Eisenbahnlinien auf dem Weg in den Norden einfach in der Taiga enden, obwohl sie in der Realität noch viel weiter in den Norden führen. Statt wie im Einband versprochen einen kompletten Reiseführer wie Russland geliefert zu bekommen, erhält der Käufer eine Mogelpackung.

Das beschriebene Vorgehen ist ein weiteres Symptom für die zunehmende Kommerzialisierung der Lonely Planet Reihe. Den Herausgebern scheint es wichtiger zu sein, nochmal 30 € extra einzunehmen, als dem Reisenden eine wirkliche Hilfe zu sein. Zudem frage ich mich, ob die früheren Budget-Reisenden inzwischen wirklich so viel reicher und etablierter geworden sind, um wie in der Arctic-Ausgabe vorgeschlagen, mit einem Atomeisbrecher zum Nordpol zu fahren.

Auch wenn wir den Lonely Planet nach wie vor die beste Option halten, wenn man in von Individualreisenden wenig besuchte Regionen vorstossen will, so hat unser Führer doch einige Mängel, die uns von frühreren Lonely Planet Ausgaben für andere von uns bereiste Gebiete nicht bekannt waren. Es geht damit los, dass erstaunlich viele beschriebene Locations, wie Internet Cafés oder Restaurants nicht mehr existieren und neue, für Reisende interessante Ressourcen wie Buch-Shops nicht beschrieben sind. Ärgerlich für einen seinen Rucksack schleppenden Backpacker dürfte es auch sein, wenn wie in Tomsk die lt. Maβstab der Karte geschätzten 600 m Fussweg sich als eine ca. 2,5 km lange Strecke entpuppen. Hier wurde einfach geschlampt.

Eine weitere aus unserer Sicht kritische Entwicklung ist, dass der Lonely Planet zunehmend seinen Budget Focus und die Sensibilität für das bereiste Land verliert. Wir finden es unverständlich, dass beispielsweise in Krasnojarsk für mit dem öffentlichen Nahverkehr sehr gut erreichbare Ausflugsziele die Services eines lokalen Touren-Veranstalters ausgesprochen überschwenglich empfohlen werden, obwohl die angegebenen Preise gemessen am russischen Durchschnittseinkommen deutlich überhöht sind. Solche an westliche Standards angelehte Preisbildung zu unterstützen, führt zu weiteren Preiserhöhungen für die nicht mit westlichen Einkommen verwöhnten Einheimischen. 

Meinungen anderer Nutzer dieses Reisefuehrers findet Ihr hier.


             
Dieses Buch ist zwar verhältnismäßig zu anderen Reiseführern dünn (176 Seiten) und beschäftigt sich ausschließlich mit der Transsibirischen Eisenbahn, dafür ist es sehr informativ und sollte auf jeden Fall vorher gelesen werden, wenn man eine solche Fahrt plant. Es gibt verschiedene Routen die befahren werden können, die Strecke von Moskau bis Krasnorjarsk ist aber immer identisch, danach spaltet sie sich auf die verschiedenen Strecken auf. Dabei gibt es zwei Hauptrouten, eine nach Wladiwostock und eine nach Peking. Da "Weltreisetechnisch" Peking besser für die Weiterreise geeignet ist, haben wir uns für die letztere Route entscheiden,  sie ist zwar die kürzere von beiden, aber immerhin noch 7865 km lang.
Das Buch beginnt mit der Reiseplanung, gibt dabei Hinweise auf Reiseveranstalter und informative Internetseiten. Wichtiger sind aber die Kapitel über Praktische Tipps, z.B. sollte man Fensterputzutensilien mitnehmen, wenn man während der Fahrt fotografieren möchte. Wichtig sind ebenfalls die Einwegbecher für die Wodkarunden, bei denen man mit den Einheimischen ins Gespräch kommt.
Ein weiteres Kapitel stellt lohnende Stopps in Russland und Sehenswertes in der Mongolei und China vor. Dieser Teil ist für uns besonders interessant, da wir planen, zahlreiche Zwischenstopps einzulegen. Abschließend enthält das Buch jeweils eine Seite mit den wichtigsten Sprachwendungen in Russisch, Mongolisch und Chinesisch.
Autor: Sabine



Im Gegensatz zu dem eher entaeuschenden Russland Fuehrer fanden wir den Lonely Planet Mongolei deutlich nuetzlicher und informativer. Das Kapitel ueber die Geschichte und Kultur des landes ist zwar etwas knapp aufgefallen, dafuer ueberzeugt der Reisefueher allerdings mit gewohnt gut recherchierten praktischen Reisetipps.

Mehr Meinungen zu diesem Buch findet Ihr wie gewohnt bei Amazon.de.





Der Lonely Planet China ist aus unserer Sicht absolut empfehlenswert und verdient fuenf Sterne. Neben ausfuehrlichen Informationen zur Geschichte und Kultur des Landes sind interessante Routenvorschlaege und nuetzliche praktische Tipps zu finden. In den meisten Faellen sind diese sehr zuverlaessig. Vorsicht ist jedoch bei den von Lonely Planet hochgelobten Guesthouses und Hotels geboten. Nicht nur im fall von Xian hat sich das angepriesene "Super Hotel" als Kakerlaken verseuchter Flopp erwiesen. Unsere Erfahrung ist, dass man am besten nach Hotels sucht, die nicht im Reisefuehrer erwaehnt sind. Diese sind meistens noch nicht so lange im Business und bieten in der Regel den besseren Service zum niedrigeren Preis. Zu finden sind solche Unterkuenfte meist wenige Meter von den im Lonely Planet empfohlenen Hotels.

Die ultimative Reisehilfe fuer den nicht chinesisch sprechenden Traveller ist der Sprachteil mit wichtigen Wendungen zu Transport, Unterkunft und ganz wichtig fuers Essen. Englischkenntnisse sind in China sehr spaerlich gesaeht und so ist das Deuten auf die Zeichen oft die einzige Moeglichkeit, sich verstaendlich zu machen. Im direkten Vergleich zum Rough Guide unserer Mitreisenden, war das Lonely Planet Chapter deutlich umfangreicher und praktischer. Mehr Infos bei Amazon.de.



Wer plant nach Tibet zu fahren, der wird in dem LP China nur recht spaerliche Informationen finden und ist mit dem LP Tibet deutliche besser bedient. Den LP Tibet kann man allerdings nicht in China erwerben, da es die Kommunisten schaffen, dieses Buch wirklich aus allen laeden in China und Tibet zu verbannen. Einzige Ausnahme ist Hong Kong, wo es nach wie vor freie Medien gibt. Auch diesen Reisefuehrer gibt es bei Amazon.de.

































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