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Chile

Reiseroute / Chile

Chile

Wenn wir hier unsere Eindrücke von Chile schildern, so müssen wir vorausschicken, dass wir nur einen äuβerst kleinen Teil dieses zwar "schmalen" aber dafür umso "längeren" Landes gesehen haben. In der Ost-West-Richtung erstreckt sich Chile von der Pazifikküste bis zu den Anden. Der Streifen ist so schmal, dass es eine durchgehende Strassenverbindung eigentlich nur von nördlichen Grenze mit Peru bis zu dem im nördlichen Patagonien gelegenen Puerto Montt gibt. Will man auf dem Landweg weiter in Richtung Süden bis nach Feuerland, so findet man die bessere Strassenverbindung auf der argentinischen Seite. In der Realität wird man bei einem ausgedehnteren Besuch Patagoniens ohnehin öfter zwischen Chile und Argentinien wechseln, da die Hauptsehenswürdigkeiten der Region auf beide Länder verteilt sind. Die optimale Reisezeit für Chile und ganz besonders für Patagonien ist der Südsommer von Dezember bis Februar. Wir waren Anfang April in Patagonien und da kann es da schon richtig kalt werden. Ausserdem sind viele Wildtiere (u.a. Pinguine) nur im Südsommer hier zu sehen.

Wir haben uns Chile vom Westen her genähert und sind zunächst nach sechstündigen Flug von Tahiti auf die immer noch 3526 km vom chilenischen Festland entfernten Osterinsel gelandet. Die Menschen auf der Osterinsel fanden wir den Festlandchilenen sehr ähnlich. Sie sind sehr entspannt, freundlich und sprechen Spanisch sehr schnell mit einem für uns wenig verständlichen Akzent. Wenn man also Spanisch lernen will, dann ist Chile vielleicht nicht unbedingt der richtige Ort dafür, ausser man will sich bewusst erschwerten Bedingungen aussetzen. Was die Osterinsel angeht, so sollte man sie unbedingt einplanen, wenn man schon in Chile ist. Näheres findet Ihr weiter unten bei unseren speziellen Tipps für die Osterinsel.

Weitere Stationen unserer Reise in Chile waren Santiago de Chile, Torres del Paine und Feuerland. Auch hierzu findet Ihr die entsprechenden Informationen in den jeweiligen Kapiteln. Das Reisen innerhalb des Landes ist recht angenehm und auch nach europäischen Maβstäben sicher. Man sollte allerdings die üblichen Sicherheitsvorkehrungen nicht vernachlässigen. Unser Mitleid für die in Südamerika schon weitgereiste Dame, die sich in Santiago die Goldkette vom Hals hat reiβen lassen, hielt sich in Grenzen. Goldketten, teure Uhren u.ä. trägt man hier einfach nicht.

Last but not least noch ein Wort zu den Kosten. Chile ist auch nach europäischen Maßstäben kein günstiges Reiseland. Insbesondere in den touristischen Gebieten wird ordentlich hingelangt. 36 US$ für ein Bett in einem 6er Schlafsaal in einem Refugio ohne Strom und Heizung in Torres del Paine Nationalpark fanden wir mal eine echte Ansage. Man sollte durchaus bei der Reisplanung auch sein Auge auf das benachbarte Argentinien werfen. Durch den seit der Wirtschaftskrise im Jahre 2001 deutlich unterbewerteten argentinischen Pesos, erhält man dort wesentlich mehr fürs Geld.

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