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Australien

Reiseroute / Australien

Australien

"Man kann nicht alles sehen." ist eine alte Traveler-Weisheit, die in Australien ganz besonders gilt. Gerade weil das Land riesig und der Flug dorthin von Europa ausgesprochen lang ist, sollte man sich mindestens 4 Wochen geben. Weniger Zeit heisst mit Sicherheit Jetlag, schlechte Laune und jede Menge Stress. Ausserdem sollte man sich in Zeiten globaler Erwärmung fragen, ob es nicht Urlaubs-Destinations gibt, die mit deutlich weniger Kohlendioxidausstoss mehr persönlichen Erholungseffekt produzieren.

Hat man sich entschlossen, nach Australien zu fahren, sollte man unbedingt beachten, dass die Winterzeit auf der Nordhalbkugel nicht gleichzeitig schönes Wetter und Hauptreisezeit für ganz Australien bedeutet. Den Norden Australiens (den wir aufgrund von Regenzeit und stickigen Temperaturen gemieden haben) und das "Red Centre" (u.a. Ayers Rock) besucht man am besten im Nordsommer. Der Süden und die Haupttouristengebiete an der Ostküste Australiens haben von Dezember bis Februar das beste Reisewetter, obwohl es in diesen Monaten mitunter extrem heiss werden kann. Wenn irgend möglich sollte man Dezember und Januar meiden, da in diesen Monaten die australischen Kinder Schulferien haben und die interessanten Gebiete oft ausgebucht sind bzw. hohe Saisonpreise fordern. Katastrophal wird es über Weihnachten und Neujahr, wenn oft gar nichts mehr geht.

Australien ist nach unserer Meinung ein ausgesprochenes Outdoor-Land. Die Gründe hierher zu kommen, können eigentlich nur Landschaft, Natur und Strände sein. Die australischen Städte und noch mehr die kleineren und mittleren Orte haben uns ziemlich enttäuscht. Nicht umsonst bekommen die Australier glänzende Augen, wenn sie von ihren Europa-Reisen und der dort zu bewundernden Jahrtausende alten Kultur schwärmen. Die Siedlungen in Australien bestehen zumeist aus ziemlich eintönigen einstöckigen Einfamilienhäusern im Bungalowstyle, die zumeist von mannshohen undurchsichtigen Bretterzäunen umgeben sind. In den grösseren Städten wie Perth, Adelaide, Melbourne und Bribane gesellen sich in Downtown einige Skyscraper und Appartmentgebäude dazu.

Die einzige wirkliche positive Ausnahme vom oben beschriebenen Zustand australischer Orte ist aus unserer Sicht Sydney. Diese Stadt hat uns so angenehm von sich eingenommen, dass der einzige von den von uns besuchten australischen Orten ist, an dem wir es uns vorstellen können, für längere Zeit auch zum Wohnen aushalten zu können. Es gibt viel Wasser, schöne Stadtstrände wie Bondi Beach, einladend aussehende Villenviertel mit Blick auf das einzigartige Ensamble aus Opera House, Harbour Bridge und Downtown. Für diese Stadt allein kann man schon gut eine Woche einplanen.

Die wirkliche Faszination Australiens liegt aus unserer Sicht jedoch im Outdoor-Bereich. Die Beschäftigung hier lautet Nationalparks besuchen und je nach Fitness dort "Bush-Walking" oder Fahrradfahren in exotischer Natur auszuprobieren. An dieser Stelle sei jedoch unmissverständlich darauf hingewiesen, dass hierfür schon eine gewisse Naturverbundenheit vorausgsetzt werden muss und man sich keinesfalls Illusionen über die im Sommer herrschende extreme Hitze und die fast überall in Australien vorhandenen Myriaden von Fliegen machen sollte. Wenn man dies auf sich nimmt, dann kann eine Fahrradtour über das Adelaide südlich vorgelagerte Kangaroo Island ein echtes Erlebnis werden, bei dem man New Zealand Fur Robben, Seelöwen, Pinguine, Koalas, Echidnas und jede Menge Namensgeber der Insel (Kangaroos und Wallabies) in freier Natur beobachten kann. Ein weiteres sehr eindrucksvolles und weniger anstrengendes Erlebnis ist die (Auto-)Fahrt entlang der Great Ocean Road westlich von Melbourne. Die Felsformationen an diesem ca. 100 km langen Küstenabschnitt sind wirklich atemberaubend und am besten im Abendlicht zu geniessen. Abends gibt’s such weniger Hitze, Fliegen und Touristen, dafür mehr Wind, Wellen und Atmosphäre.

Neben der Natur (wozu mit Sicherheit auch das von uns aufgrund mangelnden Tauch Enthusiasmus nicht besuchte Great Barrier Reef gehört) sind die Strände Australiens einen längeren Aufenthalt absolut wert. Auch wenn man an der Westküste viele tolle Strände und Surfspots gibt, so hat es uns doch der Osten, insbesondere Byron Bay und die Gold Coast, deutlich besser gefallen. In Western Australia gibt es einfach zuviele Fliegen, die einem jeden Strandaufenthalt vergällen. Ausserdem ist das Strandleben im Osten deutlich schriller und  bunter als im Westen. Das muss man mögen, aber wenn man ehrlich ist, hat man sicher nichts gegen ein paar Baywatch Beauties und Surfer Dudes einzuwenden, sowie dass nach Strand und Surf auch ordentlich gefeiert wird. Apropos Surf: wenn man nicht schon ohnehin vom Wellenreiten fasziniert ist, dann ist Australien mit Sicherheit der richtige Ort, es zu lernen.

Wie immer haben wir im Folgenden unsere persönlichen und natürlich vollkommen subjektiven Tipps für die von uns besuchten Orte in Australien zusammengefasst.

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