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Fotomotive der Weltreise
Sabine's Blog vor Abreise

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Sabine's Blog vor Abreise

Mittwoch, 28. Juni 2006

Kurzer Lagebericht

Noch 36 Stunden bis zum Abflug - gestern Extremshopping bei Globetrotter - wir haben Visa für Moskau - mein Auto hat doch noch mal TÜV bekommen - mein Rucksack ist voll gepackt - leider sind noch nicht alle Sachen drin - wir haben heute Adresse unserer Gastfamilie in Moskau bekommen - hoffentlich
finden wir die Wohnung am Freitag auch - in unserer Wohnung herrscht ein mittleres Chaos - bis zur Wohnungsübergabe morgen früh sollte es aber möglichst behoben sein.
FAZIT: Stress! Muss weiter machen! Nächste Nachrichten dann aus Moskau.



Montag, 26. Juni 2006

Time to say Goodbye -
Die Woche der Abschiede

Ich bin in den letzten Tagen sehr oft gefragt worden, ob ich schon sehr aufgeregt bin, wegen unserer Weltreise. - Nein, ich bin es irgendwie gar nicht. Im Gegenteil ich habe eigentlich mehr Panik, dass wir es nicht mehr schaffen, alle Dinge, die wir bis zu unserer Abreise erledigt haben wollten, auch tatsächlich zu erledigen. Nachdem letzten Wochen schon extrem schnell vorbeigegangen sind, verfliegt jetzt, wo wir die Zeit bis zu unserem Abflug fast in Stunden zählen können, nur noch so. Aber der Erfahrung nach schaffen wir es ja doch immer irgendwie.

Die letzte Woche war geprägt von Abschieden. Nachdem wir an letzten Sonntag meiner O-Gruppe für ein Jahr auf Wiedersehen gesagt haben, hat Olaf sich am Dienstag in Braunschweig von seinen Kollegen verabschiedet. Ich habe dieses an meinem letzten Arbeitstag, am Freitag, getan, zusammen mit Katja, einer guten Freundin und gleichzeitig Kollegin, die ab 1.7. für zwei Jahre in der Schweiz arbeitet. Abends waren wir dann bei Katjas Abschiedsfeier eingeladen, sozusagen "Fremdabschiedfeiern".

Am Samstag, dem 23. Juni war es dann soweit. Wir haben unsere große Farewell-Grill-Party an der Alster, in der Nähe der Alsterperle gefeiert. Zugesagt hatten 50 Gäste. Zusätzliches Highlight des Tages war natürlich das Achtelfinale Deutschland gegen Schweden, das um 17.00 Uhr angepfiffen wurde. Dank der freundlichen Unterstützung der Alsterperle, die nicht nur für unsere Gäste zwei Fernseher aufgestellt hatte, und des Literaturhauscafes, konnten tatsächlich auch alle, die Lust hatten, ausgerüstet mit FIFA-T-Shirts und Deutschlandfarben im Gesicht, das Spiel sehen.

Der 2:0 Sieg von Deutschland hat sich sehr positiv auf die Feierlaune ausgewirkt, Bier und Sekt flossen reichlich, und natürlich war auch für reichlich Grillfleisch und - Würstchen gesorgt. Außerdem hatten wir mal wieder großes Glück mit dem Wetter, angenehme Temperaturen bis spät in die Nacht und kein Regen, ein toller Sonnenuntergang und später die Erleuchtung der Alster durch die vielen "Blue Goals" und der Lasershow. Aber am allerschönsten fand ich, dass so viele Leute gekommen sind, um sich von uns zu verabschieden und uns eine gute Reise zu wünschen, auch wenn ich es leider gar nicht geschafft habe, mich mit allen persönlich zu unterhalten. Es ist sehr schön zu wissen, dass sich auch so viele freuen werden, wenn wir in 11 Monaten wieder zurückkommen.

Ich möchte mich auf diesem Wege noch mal für die vielen schönen Geschenke bedanken, die wir bekommen haben, und die so zahlreich waren, dass ich sie hier nur beispielhaft aufzählen kann. Zum einen natürlich für die vielen Globetrotter-Gutscheine und das Geld. Hierfür werden wir Olafs Rucksack für die Reise kaufen, und natürlich beim fleißigen Gebrauch an die lieben Schenker denken. Daneben für die kleinen Helfer für die Reise, wie ein I-Pod, auf dem bereits die richtige Weltreise-Musik darauf ist, ein Tagebuch, in wir Erlebnisse aufzeichnen können, wenn wir nicht gerade in einem Internet-Cafe sitzen, das Reisebesteck, das spätestens in der Transsibirischen Eisenbahn zum Einsatz kommt (ich hatte damit auch schon geliebäugelt), das Buch, ebenfalls sehr gut Bahngeeignet, und natürlich für das Backpackerspiel, wobei wir hoffen, dass auf unserer wirklichen Reise die "Sickness"-Karte nie zum Einsatz kommt.

Ebenfalls bedanken möchte mich für die vielen, vielen Salate, die mitgebracht wurden, und die so gut waren, dass sie alle aufgegessen wurden (im Gegensatz zu dem Fleisch).

Am Sonntag haben wir mit den Übernachtungsgästen und Corinna (meiner Trauzeugin) und ihrem Freund Theo gefrühstückt, beide sind hierzu extra aus Rostock angereist, da sie am Samstag leider nicht zu unserer Party kommen konnten und sich trotzdem noch persönlich von uns verabschieden wollten. Am Nachmittag waren wir dann zu meinem Bruder zum Kaffeetrinken eingeladen zusammen mit meinen Eltern. So konnte ich mich auch noch von meiner Familie verabschieden. Da das Wetter so schön war und die Hollywood-Schaukel so gemütlich, haben wir unseren Besuch bis zum späten Abend ausdehnt, zumal wir das restliche Grillfleisch vom Vortag mitgenommen hatten und somit gleich zusätzlich einen weiteren Grillabend angeschlossen haben.

Obwohl ich mich sehr auf unsere Reise freue muss ich zugeben, dass es schon ein sehr komisches Gefühl ist, wenn man allen, seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kollegen, für eine solange Zeit "auf Wiedersehen" sagt. Ich denke aber, dass die nächsten 11 Monate viel schneller vergehen werden, als wir uns das jetzt vorstellen können, und dass wir dann mindestens eine Woche Willkommenspartys feiern werden.



Sonntag, 18. Juni 2006

Drahtseilakt

Die Zeit vergeht zur Zeit sehr schnell. In zwei Wochen verbringen wir das Wochenende bereits in Moskau!!! Auch die Visafront sieht ganz gut aus, mittlerweile haben wir auch das zweite Visum für China bekommen und werden voraussichtlich unsere Pässe mit dem Russlandvisum am 28. Juni 2006 im Reisebüro abholen. Außerdem beginnen so langsam die Abschiede ... .

Dieses Wochenende haben wir uns ausgiebig von meiner sogenannten O-Gruppe verabschiedet.  „O-Gruppe“ – das sind die Personen, die ich am meinem ersten Studientag in Münster kennen gelernt habe, als wir Neulinge im Universitätsleben sogenannten Orientierungsgruppen zugelost wurden, um uns so den Einstieg ins Studentenleben zu vereinfachen. Wir saßen am ersten Abend an einem Tisch in der Kneipe „Cavete“ und die Freundschaft, die sich an diesem Abend entwickelt hat, hat über die Studienzeit hinaus noch Bestand. Natürlich hat sich die Gruppenzusammensetzung mit der Zeit etwas geändert, einige sind neu dazugekommen, einige nicht mehr dabei, außerdem hat quasi eine Verdopplung stattgefunden, da mittlerweile fast alle einen Partner haben und auch die Zahl der Kinder nimmt stetig zu. Um auch zukünftig nicht den Kontakt zu verlieren, treffen wir uns einmal im Jahr ein Wochenende irgendwo in Deutschland, um alte Zeiten wiederaufleben zu lassen und festzustellen, was die anderen im letzten Jahr alles so getrieben haben.

Dieses Wochenende war es also wieder soweit, dieses Mal ist die Wahl auf die Ostseeküste gefallen und wir hatten eine passende Unterkunft für 15+4+1 in Gömnitz (nicht Grömitz, wie ich zunächst dachte), übrigens sehr schön im „Abendroteshaus“. Fast alle Nicht-Hamburger hatten den Vorteil durch den zusätzlichen Feiertag eines verlängertes Wochenendes und haben bereits am Donnerstag mit dem Feiern begonnen. Wir sind leider erst Freitagabend dazugekommen, haben aber diesen um so intensiver genutzt (für Gespräche natürlich).

Am Samstag hatten wir leider extrem Pech mit dem Wetter, anstatt uns, wie geplant, am Timmendorfer Strand eine „Vorurlaubsbräune“ zuzulegen, war es kalt bewölkt und außerdem regnete es auch noch ab und zu. So zogen wir mehr oder weniger begossen durch Travemünde, dessen Strand sich auch bei schlechten Wetter optisch nicht vergrößert. Wir versuchten die äußeren Umstände zu ignorieren, indem wir in ein Café große Eisportionen gegessen haben. Die richtig Harten haben hinterher noch ein Fischbrötchen gegönnt. Leider verließen uns dann unsere guten Ideen und wir haben uns resigniert auf den Heimweg gemacht, den kürzesten Weg durch einen kleinen Wald.
Was wir dort sahen, war sehr interessant. Um einzelne Bäume waren in Höhe von 3 bis 5 Metern Plattformen gebaut, und zwischen diesen befanden sich Drahtseile, Balken, Reifen und Ringe, auf denen Leute kletterten oder balancierten. Der Höhepunkt war aber das Drahtseil, dass quer über den Waldweg gespannt war, über dass man sich eingehängt mit einer Rolle freischwebend über den Weg in ein Netz fallen lassen musste. Das sah von unten schon sehr spektakulär aus. Eine kleine Kurzabstimmung ergab, dass bis auf einen auch alle Lust hatten diesen Hochseilgarten auszuprobieren. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt auch nicht so viele Personen dort, so dass wir kurze Zeit später in voller Montur, die Sicherheitseinweisung bekamen.

Schon auf dem ersten Seil musste ich feststellen, dass der ganze Spaß schwieriger war, als es von unten aussah. Das wichtigste war aber, ständig das Gleichgewicht zu halten, und gedanklich auszublenden, dass man da gerade einige Meter über den Boden turnte. Nach ein paar Plattformen war ich unfreiwillig auch noch zur Führungsperson geworden, da Olaf, der sich freiwillig als erste Person gemeldet hatte, und ich somit zweite war, für entsprechende Fotoaufnahmen zurückfallen ließ. Außerdem hatte ich keinen mehr vor mir, bei dem ich mir abgucken konnte, wie man die einzelnen Hindernisse am besten bewältigt. Nach 5 oder 6 Übungen war schon die „Abseilung über den Waldweg“ und ich muss sagen, ich hatte doch schon ziemlich Herzklopfen, als ich mich von der Plattform fallen ließ. Aber in der nächsten Sekunde macht es schon so unheimlich Spaß, dass man es am liebsten sofort noch einmal machen würde. Ich persönlich fand aber, dass die wirklichen Herausforderungen erst bei den nächsten Stationen – über die Reifen und Ringe folgten. Was man dort macht, ist ein absolutes Ganzkörper-Workout, wobei ich nicht mehr genau sagen kann, wie viel Angstschweiß noch dazu kam. Insgesamt war es aber wirklich sehr, sehr cool, insbesondere wenn man hinterher wieder festen Boden unter den Füßen hat...

Nach dieser Ansprengung hat das Fleisch vom Grill doppelt gut geschmeckt. Und beim anschließenden Fußballspielen (ja – selbst), habe ich erstmalig in meinem Leben einen Kopfball geschossen! Die Fußball-WM steckt schon irgendwie an.

Welche Dorfbewohner in der Nacht von den Wehrwölfen geholt worden und wer die Wehrwölfe waren, wird an dieser Stelle nicht verraten. Es wird aber bestimmt beim nächsten O-Gruppentreffen, das nächstes Jahr stattfindet, wenn wir wieder da sind, immer noch heiße Diskussionen auslösen.

Wer sich übrigens die ganze Zeit gefragt hat, wofür die 1 steht, bei 15+4+1, das ist für Paul, den blähenden Hund.




Donnerstag, 8. Juni 2006


Das erste Visum ist da!

Heute haben wir unser erstes Visum für die Weltreise bekommen!!! Da der Abreisetag immer näher rückt, um genau zu sein, fliegen wir morgen in 3 Wochen, hat mir die Visabeschaffung etwas Sorgen gemacht! Jetzt aber haben wir unser erstes Visum für die Mongolei. Als wir zu meinem Geburtstag in Berlin waren, haben wir unsere Pässe und die sonstigen erforderlichen Unterlagen direkt bei der mongolischen Botschaft in den Briefkasten geworfen und es hat sehr gut geklappt - sogar ohne zusätzliche Gebühr für Expressbearbeitung. Heute waren die Pässe in unserem vorfrankierten Umschlag wieder in unserem Briefkasten. Das Visum nimmt eine ganze Seite in unserem Pass in Anspruch und ich fürchte fast, dass wenn alle Länder soviel Platz brauchen, unsere Pässe bald voll sind. Bis zum 2. September 2006 müssen wir jetzt also in die Mongolei einreisen, damit das Visum nicht wieder ungültig wird (90 Tage ab Ausstellungsdatum). Damit ist unsere Zeit in Russland auf maximal 2 Monate beschränkt, aber in Anbetracht unserer Gesamtroute, sollte das ausreichend sein.


Mit der Beschaffung des Visums für Russland haben wir ein Reisebüro beauftragt. Die benötigen unsere Pässe am 19. Juni - somit haben wir noch eine Woche Zeit, um das Visum für China zu besorgen. Da wir in Hamburg ein Generalkonsulat haben und die normale Arbeitszeit für die Visaerteilung 4 Arbeitstage beträgt, haben wir doch noch eine gute Chance, dass wir rechtzeitig alle Visa bekommen. (Ich klopfe aber vorsichtshalber doch noch mal auf Holz, damit alles glatt geht).


Samstag, 3. Juni 2006

Ich bin wieder Tante geworden!

Von einem kleinen Jungen mit dem Namen Jan Philip (leider weiß ich noch nicht genau, wie man das richtig schreibt!). Der Kleine wurde am Kindertag geboren (für alle Nicht-Eingeweihten am 1.6.) und wiegt stattliche 4945g, sieht sehr niedlich aus, auch wenn er mich lieber nur mit einem Auge anschauen wollte, und war sehr friedlich, als wir im Krankenhaus waren.

Olaf hat beim Anblick seines Neffen gleich verkündet, dass für ihn sowieso nur zwei Jungen in Frage kämen, mittlerweile ist der Kompromiss ein Junge und ein Mädchen (na mal schauen - wird auf alle Fälle noch etwas dauern, Wetten werden aber schon angenommen). Meine zwei kleinen Nichten freuen sich auf jeden Fall ein Loch in den Bauch über ihren kleinen Bruder. Ich bin allerdings gespannt, ob dass auch so bleibt, wenn er erstmal anfängt ihre Schokolade wegzuessen.



30. Mai 2006

30 Jahre in Berlin

Am Wochenende war es soweit, ich bin tatsächlich 30 geworden. Um das Ereignis angemessen zu feiern, sind wir nach Berlin gefahren.

Zum Auftakt haben wir uns die Red Bull Airrace auf dem Flughafen Tempelhof angesehen. Das Geld, dass wir beim Eintritt gespart haben (war kostenlos), haben wir direkt in die Sanierung der Berliner Verkehrsbetriebe investiert. Davon stellen diese hoffentlich mehr und besser sichtbare Fahrscheinautomaten auf. Die Red Bull Airrace selbst war sehr beeindruckend. In sehr kleinen Flugzeugen sind die Piloten eine vorher gekennzeichnete Strecke abgeflogen, je nach Markierung der luftgefüllten Säulen, senkrecht oder wagerecht. Dazu gab es noch ein paar Kunststücken, wie mit 3-facher Schraube senkrecht hochfliegen und dass alles bei Zeitmessung. Sehr schön fand ich auch den Ausspruch eines Piloten, der nach vorher seiner Rennstrategie befragt wurde, die eigentlich sehr simpel erscheint "Just go fast!!!"
Die Fotos vom Red Bull Airrace findet ihr übrigens in der Fotogalerie.

Mich haben diese kleinen Maschinen etwas an unseren Flug mit einer Schesna in Indonesien erinnert. Eine kleine Maschine mit 4 Sitzen. Der Pilot hat gerade eine Flugstunde erhalten, aber das haben wir erst während des Flugs festgestellt. Für mich war daher das wagerechte Fliegen über dem Meer schon aufregend genug, insbesondere da nach 40 Minuten immer noch keine Inseln in Sicht waren, obwohl die Gesamtflugdauer nur 25 Minuten betragen sollte.

Aber zurück nach Berlin, wir haben in meinem dortigen Lieblingshotel dem "Westin Grand" übernachtet, das sich vor allen Dingen durch die Top-Lage an der Ecke Friedrichstraße/Straße unter den Linden, guten Service, sowie ein imposantes Atrium auszeichnet. Leider sind die Zimmer teilweise etwas abgewohnt und mein 30zigter Geburtstag schien auch nicht Anlass genug, um uns ein richtig schönes Zimmer zu geben. Tatsächlich war leider genau das Gegenteil der Fall.

Nachdem ich mich einige Zeit im Wellnessbereich ausruhen durfte, da Olaf noch ein paar letzte Besorgungen machen wollte, waren wir im Prenzlauer Berg im Gugelhof, wo auch schon Clinton und Schröder gespeist haben, sehr gut essen. Ab ca. 23.30 Uhr lief leider alles nicht mehr ganz nach Plan, da wir eigentlich 24.00 Uhr zurück im Hotel sein wollten, um dort auf meinen Geburtstag anzustoßen. Tatsächlich haben wir aber angefangen mit den Schwaben, die am Nebentisch saßen, zu trinken, so dass wir als letzte Gäste das Lokal verlassen haben. Im Hotelzimmer selbst hatte Olaf alles wunderschön hergerichtet, mit kleinen Kerzen, einer Rose, Pralinen und einer Flasche Champagner. Ich war so überwältigt, dass ich mein eigentliches Geschenk gar nicht gesehen habe, obwohl es kaum zu übersehen war, der Kofferrucksack von MacPac!!! (Spätere Anmerkung: Mittlerweile gibt es hierzu eine ausführliche Beschreibung unter unserem Kapital "Weltreise-Planung") Leider hatte ich am Abend schon soviel getrunken, dass es eine Verschwendung gewesen wäre, auch noch die Flasche Champagner zu trinken. Diese haben wir uns daher für unseren Abend vor der Abreise aufgehoben.

An meinem Sonntag haben wir nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel den neuen Hauptbahnhof besichtigt, der zwei Tage vorher eingeweiht wurde. Von meiner Seite gibt es hierzu nicht allzu viel zu sagen, außer ein Bahnhof ist und bleibt ein Bahnhof. Auf der Rückfahrt sind wir noch an der Botschaft der Mongolei vorbeigefahren und haben sämtliche Unterlagen einschließlich unserer Pässe und inklusive eines bereits frankierten Rückumschlags für die Erteilung eines Visums in den Briefkasten eingeworfen! Hoffentlich läuft alles glatt und wir haben bald unser erstes Visum.



Donnerstag, 25. Mai 2006

Der Countdown läuft …

Bis zur Abreise sind wir noch etwas länger als einen Monat in Deutschland. Die wichtigsten Sachen sind organisiert. Wir haben die Vereinbarungen mit unseren Arbeitgebern, die Wohnung vermietet, Krankenversicherungen sichergestellt, morgen bekommen wir die letzten Impfungen, Olaf ist fleißig mit dem programmieren unserer Website beschäftigt … .

Trotzdem sind noch viele kleine Sachen zu organisieren und zu bedenken. Das wichtigste, was noch fehlt, sind die Visa für Russland, Mongolei und China. Da wir planen einen ziemlich lange Zeit in Russland zu bleiben, können wir die Visa für die Mongolei und China erst kurz vor unserer Abreise beantragen, da diese nach einer gewissen Zeit ungültig werden.

Daneben überlegen wir, welche zusätzlichen Gegenstände wir noch für unsere Ausrüstung benötigen. Bisher hatten wir z.B. geplant, unsere Rucksäcke, die uns auf zahlreichen Reisen gute Dienste geleistet haben, mitzunehmen. Nach einem Besuch im Globetrotter-Laden mussten wir aber feststellen, dass auch die Rucksäcke sich in den letzten Jahren weiterentwickelt haben, und dass diese High-Tech-Teile, die den unsexy Namen Kofferrucksack tragen, leider auch sehr teuer sind. Überhaupt sind die Reisevorbereitungen insoweit den Hochzeitsvorbereitungen ziemlich ähnlich, ob Ausrüstung, Impfungen, Visa oder Postnachsendeauftrag, alles kostet Geld. :-)

So sehr ich mich jetzt schon auf die Reise freue, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es schon sobald losgeht. Ich fürchte, die nächsten Wochen werden noch mal richtig stressig und ehe wir uns versehen, stehen wir morgens mit den gepackten Rucksäcken am Flughafen und unser Abenteuer beginnt!



Mittwoch, 10. Mai 2006

Hamburg, meine Perle

Am Sonntag haben wir uns schon mal auf der coolsten Party der Stadt vorab von Hamburg verabschiedet. Wir sind auf einem "Party-Boot" durch die Auslaufparade des Hafengeburtstages geschippert, und haben den schönen Blick auf Hamburg von der Elbe aus genossen. Inklusive: entspannte Chillout-Beats, u.a. live vom Saxophone, später Party-Musik, Bier und Prosecco, das erste BBQ in diesem Jahr und natürlich super Stimmung. Das wir dabei auch die Queen Mary 2 gesehen haben, die vielen anderen Schiffe und Boote sowie tausende von Menschen am Ufer, war eher Nebensache.

Das Highlight war aber ein Abstecher durch die Speicherstadt. Die Musik schallte durch den Kanal und die Menschen blieben auf den Brücken stehen und haben gewunken oder mitgetanzt, wären wir darunter unsere Köpfe einziehen mussten. Als dann noch das ganze Boot lautstark "Hamburg, meine Perle, Du wunderschöne Stadt" gesungen hat, konnte ich nur zustimmend mitsingen, und denken, dass wir Hamburg demnächst wahrscheinlich auch etwas vermissen werden...! Auf jeden Fall wird uns dieses Lied auf unserer Reise begleitet!



Dienstag, 9. Mai 2006

Sabines Blog

Das ist hier also in den nächsten Monaten der Platz, auf dem ich mich schriftstellerisch austoben kann. Hier werdet Ihr die weibliche und etwas weniger Globetrotter erfahrene Sicht zunächst der weiteren Vorbereitung und ab 30. Juni 2006 Weltreise (Flug nach Moskau ist gebucht - jetzt fehlt nur noch das richtige Visa) nachlesen können.

Ich wünsche viel Spass dabei!

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