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Fotomotive der Weltreise
Sabine's Blog September 06

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Sabine's Blog September 06

Lhasa 30. September 2006 - 93. Tag

Caroline  & Frank -
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR HOCHZEIT

Heute heiraten Caroline und Frank, zwei gute Freunde von uns. Da wir leider nicht bei der Hochzeit dabei sein können, senden von hier aus unsere allerherzlichsten Glückwünsche nach Hamburg.



Lhasa 25. September 2006 - 88. Tag

Einmal Mount Everest und zurück

Tibet, hierher zu kommen war schon immer ein Traum von mir, nicht nur, wie Olaf vermutet wegen des Films "Sieben Jahre Tibet". Insbesondere wollte ich aber den Potala Palast in Lhasa sehen. Daher haben wir bei der Weltreiseplanung Tibet in die Route aufgenommen. Als wir in Peking angefangen haben, den Trip zu planen, war ich aber entsetzt, wie kompliziert und verhältnismäßig teuer das ist. Zusätzliche besteht die Gefahr, vor Ort die Höhenkrankheit zu bekommen. Daher war ich schon dabei, von unserem
ursprünglichen Plan abzurücken. Aber Olaf hatte das richtige Argument - "Wenn nicht jetzt, wann dann?". So dass wir bei unserer Abfahrt aus Peking unsere Travel Permit und Flüge nach Lhasa in der Hand hatten.
Heute heiraten Caroline und Frank, zwei gute Freunde von uns. Da wir leider nicht bei der Hochzeit dabei sein können, senden von hier aus unsere allerherzlichsten Glückwünsche nach Hamburg.

Obwohl es wegen der Höhe - Lhasa liegt 3.700 m hoch - nicht empfehlenswert ist reinzufliegen, sondern es besser wäre, langsam hochzufahren, ist der Einflug ein echtes Erlebnis, da wir die letzten Kilometer durch die Berge hindurch geflogen sind. Auch der Potala Palast, der sich hoch über die Stadt erhebt, ist sehr beeindruckend.

Ansonsten war ich von Lhasa zunächst sehr enttäuscht, da es sehr einer chinesischen Kleinstadt ähnelt. Auch die Hotelsuche gestaltete sich sehr schwierig, da irgendwie alle Hotels ausgebucht waren und wir auf dieser Höhe unsere Rucksäcke weiter als erwartet tragen mussten. Aber wir haben trotzdem noch ein nettes, zentrales Hotel (Tibet Kailash Hotel, Beijing Donglu 143, Tel: (0891) 6340904) gefunden, bei dem wir sogar noch ein Renovierungsrabatt bekommen haben und die Hotelangestellten sehr freundlich sind, insbesondere weil wir die einzigen nicht asiatischen Gäste sind. Zusätzlich hatten wir beide mit den leichten Symptomen der Höhenkrankheit zu kämpfen.

Trotzdem ist Lhasa eine besondere Stadt, insbesondere der Pilgerzirkel um den Jokhang Tempel hat auf mich eine magische Anziehungskraft, so dass wir schon mehrfach die Umrundung gelaufen sind. Hinterher haben wir uns in ein kleines, verstecktes Nonnenkloster gesetzt und "sweet tea" getrunken, eine tibetische Spezialität. Am einem Morgen waren wir auch hier bei einem Morgengebet dabei.

Für mich ist und bleibt das gröβte Highlight in Lhasa aber der Potala Palast, auch wenn die Prozedur Eintrittskarten zu bekommen, wie von Olaf beschrieben, sehr kompliziert ist. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Da wir uns nicht nur Lhasa ansehen wollten, haben wir beschlossen uns Tibet bei einer 14-tägigen Tour in einem Jeep anzusehen. Hierfür hatten wir auch relativ schnell die erforderlichen zwei Mitreisenden gefunden, Stella und Cyril aus San Francisco. Leider ist Stella einen Tag vor Abreise wegen Höhenkrankheit ausgefallen, für uns war kurzfristig mal wieder alles offen. Glücklicherweise konnten wir für den ersten Teil der Tour noch am gleichen Tag Ersatz finden, Nina und Dan, zwei ziemlich unterschiedliche Freundinnen. Wie wir von Lhasa aus dann wieder wegkommen und was die nächsten Stationen sind, werden wir erst in den nächsten Tagen ausloten.

Nachfolgend unser Tourtagebuch für den 20. bis 25. September 2006:

Tag 1 - Mit High Speed durch Tibet

Allein am ersten Tag der Reise hatte ich so viele unterschiedliche und auch unerwartete Eindrücke von Tibet, dass ich darüber einige Seiten schreiben könnte, und sie deshalb nur kurz umreiβen kann.

Am Anfang unserer Reise sind wir im Tal einen Fluss entlanggefahren. Ringsum hohe Berge und die Bäume im Tal hatten die erste leichte Herbstfärbung und des war blauer Himmel und Sonnenschein. Anschließend sind wir einen 4.950 m Pass hochgefahren, zu dem Zeitpunkt, die höchste Stelle in der ich in meinem Leben gewesen bin. Der Ausblick von dort oben war unglaublich, zur einen Seite die vielen anderen hohen Berge, über die man hinwegsehen konnte, so dass ich wirklich das Gefühl hatte, auf dem Dach der Welt zu stehen. Auf der anderen Seite ein tiefblauer See - einer von den drei heiligen Seen. Auf einem so tollen Platz auch noch auf die Toilette gehen zu wollen, hat natürlich seinen Preis, 20 Cent für ein "open-air"-Klo.

Mittag gegessen haben wir bei einem Zwischenstopp. Die Wirte wollten uns wohl einen besonderen Gefallen tun und haben uns in die Küche geführt. Nachdem wir alle vier fast in dem Fett auf dem Boden ausgerutscht sind, meinte Nina nur "Ich muss hier raus." Die Bestellung hat dann Dan aufgegeben und ich muss sagen der gebratene Reis mit Gemüse, war besser als erwartet.

Am Nachmittag kam für mich die größte Überraschung, wir sind durch eine Sandwüste gefahren - ein kleiner Abstecher von ursprünglichen Weg, den unserer Fahrer für uns eingelegt hat. Wüste hatte ich hier am allerwenigsten erwartet.

Danach sind wir durch ein fruchtbares Tal gefahren, im dem die Tibeter ihre Felder abgeerntet haben - alles per Hand. Flügen mit Ochsen, Mähen mit Sicheln, Garben aufschichten. Nur für das Transportieren des Getreides haben einige statt einem Pferdewagen einen kleinen Traktor benutzt.

Am Abend sind wir in der kleinen Stadt Gyantse angekommen, die mir von allen Städten in China bisher am besten gefallen hat. Sie hat ein Kloster (Kumbum Chörten) und eine Festung, die im Tal sehr hervorstechen. Wir haben nur das Kloster besichtigt und uns dort hauptsächlich auf das Dach gesetzt und die friedliche Abendstimmung genossen. Übernachtet haben wir in einem Hotel, wobei Nina unter Beweis gestellt hat, dass sie bei Preisverhandlungen unschlagbar ist.

(Übrigens der Titel des ersten Tages bezieht sich auf das Pech unseres Fahrers, der gleich am Anfang unserer Reise, der wegen Geschwindigkeitsüberschreitung von der Polizei angehalten wurde und umgerechnet 20 Euro zahlen musste.)

Tag 2 - Stau auf 5.200 m

Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg nach Shigatse gemacht, wo es wieder ein Kloster zu besichtigen gab. Sehr schön und eindrucksvoll - aber langsam sind wir "templed out", eine schöne Umschreibung aus dem Lonely Planet, wenn man, wie wir, zu viele buddhistische Klöster gesehen hat.

Während der Fahrt hatten wir auch ausreichend Gelegenheit unsere Begleiterinnen besser kennenzulernen: Nina, 21, aus der Nähe von Passau und das zweite von fünf Kindern, immer gut drauf und auch schon viel in der Welt rumgekommen, studiert zur Zeit in England und hat ihre Freundin Dan in einem buddhistischen Kloster in Frankreich kennengelernt, wo sie sich nach dem Abi für zwei Monate aufgehalten hat. Dan, 38, ist in China aufgewachsen und hat vor 15 Jahren ein Stipendium in den USA bekommen, wo sie auch noch heute lebt. In dieser Zeit hat sie dort sehr viele verschiede Sachen gemacht, u.a. war sie Universitätsprofessor für Informatik und hat in New York in einem buddhistischem Kloster gelebt und gearbeitet. Sie konnte uns mit ihrem Chinesisch immer dann weiterhelfen, wenn wir mit unserem Englisch nicht mehr weitergekommen sind.

Gegen Mittag kam die schlechte Nachricht - Stau hinter der nächsten Stadt. So richtig konnten wir uns dass nicht vorstellen, aber als wir zum Pass hochkamen sahen wir schon die lange Schlange von Autos vor uns.  Einige versuchten es durch das daneben liegende Flussbett, aber unserer Fahrer meinte, dass würde nicht gehen und zeigte auf ein steckengebliebenes Auto, dass schon "finished" war. (Olaf und ich waren uns sicher, dass Otto, unser mongolischer Fahrer, dort locker durchgefahren wäre.) Der Grund für den Stau war Vollsperrung wegen Straβenbauarbeiten, genauer gesagt, die Asphaltierung des vor uns liegenden Passes. Ich muss hier anmerken, dass alle bisher in China gefahrenen Straβen in einem sehr guten Zustand waren, was uns im Gegensatz zu unseren vorherigen Reiseländern Rußland uns Mongolei sehr positiv aufgefallen ist. Als wir allerdings zusehen durften, wie diese Straβen hergestellt werden, haben wir uns dann schon gefragt, wie bei der Arbeitsweise solche guten Ergebnisse entstehen können.

Beim Warten haben wir übrigens die Australier wiedergetroffen, denen wir in Lhasa öfters über den Weg gelaufen waren und die mit uns das Vergnügen hatten, in der Warteschlange für den Potala Palast zu sitzen. Diese sind ab Mitte November in Australien und haben uns eingeladen, sie zu besuchen.

Sie standen schon 2,5 Stunden länger im Stau als wir und wir mussten insgesamt noch 3,5 Stunden warten, bis wir das gerade asphaltierte Stück passieren konnten. Nina hatte leider etwas mit der Höhe zu kämpfen. Zum Glück hat ihr der mitgeführte Sauerstoff etwas geholfen.

Ungefähr 1,5 Stunden später kamen wir in unserem Hotel an. Dort gab es die leckersten "fried potatos" unserer Reise, die wie zünftige deutsche Bratkartoffeln schmecken und die wir mit Stäbchen gegessen haben.

Tag 3 - Zelten im Basecamp

Am nächsten Morgen ging es zum Mount Everest. Bei unserer Planung nach Tibet zu fahren, hatte ich nie in Erwägung gezogen dorthin zu fahren, da es irgendwie völlig auβerhalb meiner Denkweite war, ins EBC (Everest Basecamp) zu fahren. Erst in Peking und Lhasa, als ich festgestellt habe, dass es sich hierbei um die "Standardtour" handelt, kam die Idee, uns das ebenfalls anzusehen, wenn wir schon in Tibet sind. Trotzdem konnte ich es an diesem Morgen nicht fassen, dass wir tatsächlich auf dem Weg zum EBC waren.

Auf dem Weg dahin haben wir eine groβe Gruppe getroffen, die den gleichen Weg hatten wie wir, nur das sie den auf dem Fahrrad zurückgelegt haben. Für mich unvorstellbar die Steigungen auf dieser Höhe zu fahren. Allerdings sahen auch einige nicht mehr so richtig fit aus - für sie stand aber ein Auto bereit, das sie dann eingesammelt hat.

Leider war der Mount Everest schon bei unserem ersten Aussichtspunkt vernebelt, nur die beiden danebenstehenden Berge waren zu sehen. Aber um diese Jahreszeit ist der Everest eine Diva und zeigt sich nur selten. Zu diesem Zeitpunkt haben wir in unserem Auto die Frage diskutiert, wo wir übernachten wollen, bei dem 8 km vorher gelegenen Kloster auf 5.100m Höhe oder direkt im EBC auf 5.200m. Die Entscheidung fiel auf das EBC, wobei Olaf zusätzlich die Idee kam, dort in unserem eigenem Zelt zu übernachten.

Nach einer groβen Umzieh- und Umpackaktion und einer Stärkung ging es los. Olaf und ich, wegen unseres vielen Gepäcks, im "horse car" (Pferdewagen), wobei wir leider das langsamste Pferd ever erwischt hatten, und Nina und Dan zu Fuβ. Im EBC angekommen haben wir uns ein nettes, vor allem nicht allzu windiges Plätzchen für unser Zelt gesucht und neben einigen anderen Zelten auch bald gefunden und uns daran gemacht unser Zelt aufzubauen und einzurichten. Dabei haben wir an unserer Kurzatmigkeit dann doch die Höhe gemerkt.

Kurze Zeit nach dem wir fertig waren, kamen auch Dan und Nina an. Nina sah nach dem Fuβmarsch ziemlich fertig aus, aber zum Glück hat sie sich in einem der groβen Zelte, die dort oben auch "Hotel" genannt werden, bei einem "sweet tea" schnell erholt. Ebenfalls einige Minuten später sind auch unsere Australier eingetroffen. Zusammen haben wir darauf gewartet, dass der Mount Everest, immer noch in Nebel gehüllt, freizieht und sich in seiner ganzen Pracht zeigt. Unsere Chancen waren gar nicht so schlecht, immerhin war bei uns Basecamp blauer Himmel und ziemlicher Wind und jeweils an den Seiten zeigten sich auch schon Schneebedeckte Hänge. Aber leider hatten wir kein Glück, die Diva wollte sich heute nicht zeigen.

Wir haben uns davon trotzdem nicht die Laune verderben lassen und sind zurück ins "Hotel" gegangen, wo wir Tee getrunken und Abendbrot gegessen haben. Auβerdem haben wir uns hier für Nacht ein groβen Stapel an Decken ausgeliehen, damit wir in unserem kleinen Zelt nicht frieren.

Als wir zu unserem Zelt zurück kamen, waren wir sehr überrascht, denn wir konnten es zunächst gar nicht mehr sehen, da so viele andere rote Zelte dazugekommen waren. Wie wir herausbekommen haben, handelte es sich hierbei um eine Expedition, die gerade vom "Advanced Basecamp" auf 6.400 m zurück kam. Allerdings hatten sie Yaks fürs Gepäck und Sherpas für Zeltaufbau und Kochen dabei.

Im Zelt selbst war ich so dick eingepackt, dass ich mich kaum noch bewegen konnte. Ich habe trotz des einsetzenden Schneefalls über Nacht nicht gefroren, konnte aber trotzdem nicht so gut schlafen. Das lag aber an der Höhe, den seit dem wir in Tibet waren, habe ich kaum eine Nacht durchgeschlafen.

Tag 4 - Gibt es den Mount Everest?

Als wir den nächsten Morgen aus unserem Zelt kamen, war alles leicht weiβ überzogen und sehr nebelig - aber unser Zelt hat den Himalaya-Test gut überstanden. Auch später, als es etwas aufzog war der Fleck, wo sich der Mount Everest befinden sollte ein nebeliges Loch in der Landschaft. Bei mir stellte sich langsam die Frage "Gibt es überhaupt den Mount Everest, oder behaupten nur alle, dass er sich in dem nebligen Loch befindet?"

Wir sind zum Frühstück zu dem "Hotel" (Zelt) gegangen, in dem die beiden Mädels übernachtet hatten. Dan hatte eine sehr schlechte Nacht - Höhenkrankheit - aber es ging ihr inzwischen wieder besser. So haben wir beschlossen, unsere Zelte abzubrechen und weiter zu fahren, obwohl wir den Berg nicht gesehen haben. Ich bezweifelte zu diesem Zeitpunkt ja ohnehin die Existenz des Berges.

Dan hat sich freiwillig bereit erklärt mit dem Pferdewagen zurückzufahren und unser Gepäck mitzunehmen. So dass Nina, Olaf und ich zum Abschluβ noch den 8 km Höhenspaziergang zurück zu unserem Auto machen konnten. Danach war ich aber ziemlich geschafft und froh, wieder im unserem Toyota Landcruiser zu sitzen. Obwohl wir den Mount Everest nicht gesehen haben, war der Aufenthalt im EBC eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Der restliche Tag bestand hauptsächlich aus Autofahren, und einen Zwischenstopp bei den besten Bratkartoffeln Tibets. Allerdings hatten wir während unserer Fahrten immer viel Spaß und haben sehr viel gelacht, so dass uns die Zeit nie wirklich lang vorkam.

Die vorletzte Nacht haben wir in Shigatse verbracht, wo wir mal wieder im Stau gestanden haben. Auch ansonsten kam uns die Stadt sehr merkwürdig vor, da die Leute alle kicherten und etwas wie auf Drogen waren. Aber vielleicht lag es ja auch nur daran, dass Samstagabend war.

Tag 5 - Thriller
 
Morgens hatten wir in unserem Hotel das Vergnügen mitanzusehen, wie drei Angestellte eine halbe Stunde gebraucht haben, um eine Glühbirne in unserem Bad zu wechseln. Immerhin waren sie erfolgreich.

Von der Landschaft, die wir beim Fahren gesehen haben, war heute der schönste Tag unserer Tour. Unserer Fahrer, Sunam, ist mal wieder von den üblichen Wegen abgewichen und mit uns über ein weniger befahrenen Weg gefahren. Das Tal war sehr fruchtbar und überall arbeiteten die Leute auf den Feldern. Sie wirkten sehr freundlich und zufrieden. Auf dieser Strecke haben wir noch mehr Fotostopps eingelegt als sonst. Der schönste war auf einer Wiese mit Blick auf einen 7.800m Berg, wo wir ganz allein zwischen ein paar Yaks saβen und neben uns ein kristallklarer Fluss. Einfach unbeschreiblich schön!

Wir haben ebenfalls den höchsten Punkt der Tour passiert, und wahrscheinlich auch meines Lebens, nämlich einen Pass von 5.600m.

Mittag gegessen haben wir in einem Restaurant, in dass ich vor ein paar Tagen nicht mal meinen Fuβ reingesetzt hätte, nicht nur wegen der davor aufgestapelten 200 Bierflaschen. Aber wir haben dort ein wirklich leckeres Essen bekommen und vor allen Dingen sehr lustige Videos gedreht.

Heute haben wir während der Fahrt auch mal einen Kassettenwechsel gehabt: Michael Jackson statt tibetischer Diskomusik.

Das Tagesziel war der Nam-tso Lake, ebenfalls einer der heiligen Seen und mit einer Höhe von 4.700m der höchste Salzsee der Erde. Auf den letzten Kilometern dahin hatten wir auch noch Schneefall und waren ziemlich froh, als wir endlich angekommen sind. Von den Übernachtungsmöglichkeiten dort waren wir enttäuscht, ungemütliche Zelte mit fünf Betten drin, einen Ofen gab es nur in den Zelten, in dem die Besitzer selbst geschlafen haben. Wir haben uns, nach dem wir uns wieder unsere Winterkleidung angezogen haben, auf den Weg zum See gemacht - sehr windig und sehr kalt. Nach dem Abendessen wurden wir um 9 Uhr aus dem Restaurant geschmissen und mussten, mangels anderer Möglichkeiten uns in unser Zelt begeben. Dort haben wir Mädels erst mal einige Aufwärmübungen gemacht, weil uns so kalt war.

Die Nacht war eine "Nightmare". Ich habe zwar nicht gefroren, aber der Wind machte unheimliche Geräusche und das wackeln der Zeltwände übertrug sich auf mein Bett. Hinzu kamen Regen- und Schneeschauer. Gegen Mitternacht fingen mindestens 20 Hunde an zu bellen und zu heulen, teilweise auch dicht neben unserem Zelt, und haben bis zum Morgengrauen nicht aufgehört.

Tag 6 - Zu Hause

Nach dieser schrecklichen Nacht sind wir früh aufgestanden um wenigstens den Sonnenaufgang zu sehen. Dieser ist aber wegen des schlechten Wetters auch ausgefallen. Nach einem einstündigen Spaziergang, der durch einen Regenguβ beendet wurde, hatten wir nur noch ein Ziel - so schnell wie möglich zurück nach Lhasa.

Als wir dort nach drei Stunden Autofahren in unserem Hotel freundlich empfangen wurden und auf das gewohnt eingerichtete Zimmer kamen, meinte Olaf nur zu mir: "Endlich wieder zu Hause!"

Wir hatten aber einige Stunden viel zu lachen, als wir uns unsere Fotos auf dem Laptop von Dan angesehen haben. Für alle die nach Tibet kommen, unbedingt diese Tour machen, um Land und Leute richtig zu erleben.



Xian 13. September 2006 - 76. Tag


Touristen Armee

Nachdem wir unter extremen Schwierigkeiten doch noch einen Platz im soft sleeper ergattert hatten, war ich zum Glück so müde, dass ich fast sofort eingeschlafen bin. Somit blieb mir erspart mitanzusehen, was die zwei mitreisenden Chinesen in unserem Abteil veranstaltet haben. Ich konnte mir aber anhand des verstreuten Abfalls am nächsten Morgen auf dem Fuβboden des Abteils und Olafs Berichten ein ganz gutes Bild machen.

Nach dem wir morgens um 7 Uhr angekommen waren, haben wir uns auf den Weg zu dem Hotel gemacht, das vom "Lonely Planet" als Super Hotel beschrieben wird und sich in der Nähe des Bahnhofs befindet. Das war ein echter Reinfall: schlechter Service, schlechteste Internetverbindung unserer Reise, unsaubere Zimmer mit einem Heer von Kakerlaken (gerade jetzt sehe ich eine, die schon seit 5 Minuten am oberen Lampenschirm langzirkelt). Aber wahrscheinlich sind wir noch von Peking zu sehr verwöhnt. Auβerdem war es so von Touristen belagert, dass noch kein Zimmer frei war, als wir ankamen.

Nach einem Frühstück haben wir uns direkt auf den Weg zum Public Security Bureau wegen unserer Visaverlängerung gemacht, damit wir in Tibet keinen Stress haben, bis zu einem bestimmten Tag auszureisen. Auch hier hieβ es zuerst, (wie bereits in Peking,) es dauert 5 Arbeitstage. Nach einigem hin und her wurde uns aber zugesagt, dass wir gegen eine zusätzliche "fast fee" von ca. 10 Euro pro Person die Pässe am nächsten Abend abholen können. Zu diesem Zeitpunkt war es 9 Uhr - noch 3 Stunden bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Die Zeit haben wir dafür genutzt, uns den nahe gelegenen Drumtower und Belltower anzusehen, sowie dass Historische Museum.

Am nächsten Tag haben wir uns zu DER Sehenswürdigkeit in der Nähe von Xian aufgemacht, die jeder Chinareisende gesehen haben muss - die Terrakotta  Armee. Das war zumindest mein Eindruck, als wir dort waren, unglaublich viele Touristen. Wir konnten der Versuchung im Hotel erfolgreich widerstehen, eine Tour dahin zu buchen, die noch zig andere Sachen beinhaltet hat, insbesondere aber den Besuch in zahlreichen Shopping-Centern. Wir haben uns also auf den Weg zum Bahnhof gemacht, von dort aus fährt der Bus 306 ca. eine Stunde für 0,70 Euro pro Person zum gewünschten Ziel, und macht, sofern man das ebenfalls besichtigen möchte, bei den auf der Strecke liegenden anderen Sehenswürdigkeit halt. Als wir am Bahnhof ankamen sahen wir gerade einen Bus wegfahren, wobei uns gedeutet wurde, dass dieser zur Haltestelle vorfährt. Wir sind also hinterher gerannt und als ich um die Ecke kam, konnte ich meinem Augen kaum trauen, da an der Haltestelle ca. 200 andere Personen in einer sich mehrfach biegenden Schlange anstanden. Spontan hatte ich mit einer Wartezeit von zwei Stunden gerechnet, wurde aber positiv vom Organisationstalent der Chinesen überrascht. Der erste Bus fuhr vor und wurde bis auf den letzten Platz gefüllt, direkt im Anschluβ kam der nächste Bus. Auβerdem sorgten Ordner (mit Unterstützung von Olaf) dafür, dass alle sich richtig in die Schlange einreihen, und so saβen wir 30 Minuten später im fünften Bus.

Eine Stunde später waren wir da, in der Touristenhochburg. Trotzdem waren die Soldaten aus Terrakotta sehr beeindruckend. Bei unserer Besichtigung haben wir mit der kleinsten Site angefangen und uns zum Schluβ die gröβte, umfangreichste angesehen. In der stehen die Soldaten aufgereiht, wie man es von den Fotos her kennt. Die Soldaten sehen alle unterschiedlich aus, Statur, Kleidung, Gesichter und die Frisuren. Daher ist es wirklich kurzweilig einfach nur dazustehen und die Figuren zu betrachten. Ein weiteres Highlight war das Friendship-Restaurant, in dem die Touristen per Rolltreppe hochbefördert wurden. Nur nach dem Essen die Treppe hinterher runterlaufen mussten sie allein. Wir haben Instantnudeln und Chips unter dem Baum vor dem Restaurant bevorzugt. Zurück in Xian waren unsere Pässe wie versprochen fertig.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts dort, war richtig schlechtes Wetter, dass den Smog zusätzlich in die Stadt gedrückt hat. Daher haben wir beschlossen uns noch mal zu entspannen und auf unser nächstes Abenteuer vorzubereiten - TIBET.



Peking 10. September 2006 - 73. Tag

Hello & Welcome to Beijing

Hier in Peking gibt es zwei Begrüssungsformeln, die dem ausländischen Touristen entgegengeschmettert werden. Die erste ist "Hello" und wird haupsächlich von Straβenverkäufern benutzt, die auf ihre
Ware aufmerksam machen wollen, oder von Kindern. Die zweite ist "Welcome to Beijing", wobei die Aussprache extrem an einen englischen Kasettenkurs erinnert, und wird von den Fortgeschrittenen beim Englisch lernen verwendet, die sich schon fleissig auf die Touristenströme während der Olympiade 2008 einstellen. Heute sind es übrigens noch genau 698 Tage bis zur Eröffnung der Spiele.

Heute ist auch unser siebter und letzter Tag in Peking. Die vergangene Woche haben wir intensiv genutzt um alle möglichen Facetten der Stadt zu erkunden. Das "alte" Peking kann man fast nur noch bei den Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen und auch dort wird fleissig renoviert. In der verbotenen Stadt ist der erste groβe Platz komplett eingerüstet, so dass gar nichts zu sehen ist. Die bereits wiederhergestellten Teile leuchten in so kräftigen Farben, dass Olaf zu mir meinte, er fühle sich hier wie in einem groβen China-Restaurant, nur dass es hier weniger Möbel gibt.

Wie rabiat die Renovierungsarbeiten vorgenommen werden, konnten wir beim Tempel des Konfuzius besichtigen. Für den normalen Eintritt war hier eine komplett eingerüstete Baustelle sehen, wobei die Bauarbeiter die alte Farbe mit kleinen Beilen vom Holz schlugen, was darauf auch die entprechenden Spuren hinterlieβ. Die abgeschlagene Farbe lag in Splittern überall auf dem Fuβboden. Die Türen wurden gleich komplett neu ersetzt. Nur der steinerne Konfuzius, einzig nicht eingerüstet, schaute mit erhabenen Blick darüber hinweg.

Überrascht hat uns auch der Starbucksladen in der verbotenen Stadt. Den dort gekauften Caramel-Frappuchino haben wir aber sehr genossen. Viel besser als die verbotene Stadt hat uns aber der Sommerpalast gefallen. Wir hatten an diesem Tag aber auch wunderbares Wetter, um die grüne Oase und den tollen Blick vom oberen Tempelplateau zu richtig genieβen.

Ebenfalls empfehlenswert ist auch der buddhistische Lama-Tempel. Nachdem wir aber bei den den Besichtigungen der Klöster in der Mongolei immer fast allein waren und dabei die Mönche gut beobachten konnten, war die Menge der Menschen hier, alle bewaffnet mit groβen Paketen Räucherstäbchen, ein krasser Gegensatz dazu.

Mir persönlich hat auch das ständig rege Treiben auf dem Platz des himmlischen Friedens gefallen. Einen besonders schönen Blick darauf hat man vom Front Gate aus, wenn man direkt über Maos Bildnis steht. Diesem haben wir in seinem Mausoleum gesehen. Er sah sehr wächsern und fast so gelb wie die Blumen aus, die davor verkauft werden und von den Chinesen in groβer Menge vor einer Steinbüste abgelegt werden.

Unser kleines Hostel 365inn (www.365inn.com.cn) befand sich nicht weit von dem Platz, in der lebendigen Market Street und hatte alles zu bieten, was das Backpackerherz begehrt, u.a. auch kostenlosen Internetzugang, von dem wir endlich unsere Fotos auf die Website hochladen konnten, und eine Waschmaschine. Abends konnten wir dann auf der Straβe in den kleinen Restaurants sitzen und die Menschen beobachten. Woran ich mich allerdings immer noch nicht gewöhnen kann, ist die Angewohnheit Einheimischen überall hin zu rotzen und das eklige Geräusch vorher, dass insbesondere morgens in allen Variationen durch unser Hotelfenster drang.

Einen sehr netten Abend und ein schönen Tag inklusive Ausflug zur chinesischen Mauer hatten wir mit Olafs Kollegen Susi und Christian. Dabei konnten wir das "andere" Peking kennenlernen. Mein erster Weisswein nach zwei Monaten hat fantastisch geschmeckt, genauso wie das Essen - das beste Rind, was ich je hatte. Absolut gefallen hat mir auch die entspannende Teezeremonie im Lao She Teahouse (www.laosheteahouse.com), nach unserer Tour zur Groβen Mauer, sowie anschlieβend meine erste Peking-Ente zu essen in so netter Gesellschaft.  

Wir haben in Peking ebenfalls die Zeit genutzt unsere weitere Reise zu organisieren. Unser Ausflug zum Public Security Bureau zwecks Visaverlängerung war leider nicht so erfolgreich, da wir nicht mehr die erforderlichen 5 Arbeitstage in Peking waren. Dafür haben wir jetzt aber die Travel Permit für Lhasa, Tibet sowie die Flugticktets von Xian nach Lhasa. Die Buchung der heutigen Zugfahrt mit dem soft sleeper nach Xian hat uns einige Nerven gekostet. Nachdem uns vor 5 Tagen gesagt wurde, dass es kein Problem sei, die Tickets zu besorgen, hatten wir diese bis einschlieβlich gestern abend 11 Uhr immer noch nicht in der Hand. Heute morgen um kurz nach 10 Uhr waren sie aber wie durch ein Wunder da - der Zug fährt ja auch erst 17.30 Uhr... .



Peking 4. September 2006 - 67. Tag

 
Why dont you take the plane?
 
Das war ungefähr die 5. Frage und auch die letzte, die der auf der anderen Seite des Ganges im Bus sitzende chinesiche Junge mir stellte, als er seine Englischkenntnisse an mir ausprobieren wollte. Wir saβen im Bus von Ereen nach Datong, aufgrund unserer kurzfristigen Planänderung, nachdem der Sleeper-Bus nach Peking überfüllt war. Trotzdem hatten wir unseren ersten Tag in China ganz gut gemeistert und das sogar ohne die sonstigen Empfehlungen unseres Reiseführers, der diese Stadt leider nicht kennt, sondern nur mit zeigen auf den beigefügten Wortschatz. Immerhin haben wir es so geschafft mit dem Taxi zurück zum Bahnhof zu fahren, herauszufinden, das es an dem diesem Tag auch keinen Zug mehr nach Peking gibt, ein Hotel zu finden, eine Bank in der wir Geld tauschen konnten, in einem Restaurant sehr leckeres Hühnchen süβ-sauer zu bestellen und eben diese Bustickts für den nächsten Tag zu besorgen.
 
Und jetzt diese Frage. Wie sollte ich diesem Jungen erklären, dass wir schon seit Moskau auf dem Landweg unterwegs sind und so schon 5 Zeitzonen durchquert haben und gerade wieder eine zurück, um die Länder, die wir durchreisen zu erkunden, zu sehen wie die Menschen leben und die Kultur und Lebensweise sich geändert hat, je weiter wir in Osten kommen. Dabei waren die Sprachkenntnisse meines Gegenübers mit der letzten Frage schon erschöpft ... .
 
Ansonsten verlief die Busfahrt relativ entspannt, obwohl die erneuten 7 Stunden Fahrt, nach 9 Tagen in Ottos Bus, ein extremen Angriff auf meinen Po darstellte. Zusätzlich waren auch die Sitzabstände in den Bus mit meinen Beinen nicht mehr kompatibel, so dass ich für den Gang nutzen musste, in dem sich aber mit zunehmender Länge der Fahrt, Gepäck stapelte. Etwas befremdet hat mich auch die Angewohntheit der Chinesen den Bus zuzumüllen, während der Fahrt zu rauchen und auf den Boden zu aschen sowie die Zigarette dort auszutreten und gegebenenfalls aus dem Fenster zu rotzen (zum Glück nicht in den Bus).
 
In Datong angekommen verlief alles schon etwas einfacher. Zum einen da unser Reiseführer über die Stadt Auskunft gab, zum anderen, da CITS, das perfekt auf Touristen eingestellte Reisebüro im Bahnhof, uns bei allen Fragen weiterhelfen konnte - Discount fürs nahe Hotel, Tour für den nächsten Tag, wo ist der nächste ATM etc. Auch das Buchen der Zugfahrkarten nach Peking haben wir nach zwei erfolglosen Selbstkaufversuchen - es gab angeblich nur Sitzkarten in der schlechtesten Kategorie - übergeben, und hatten kurz vor Abreise tatsächlich Karten für die begehrten "soft-sleeper" Wagen.
 
Abends waren wir dann in einen der Top 10 Restaurantempfehlungen des Reiseführers
in China essen. Die Vorspeisen waren auch sehr lecker, nur beim Hauptgericht haben wir uns gründlich vertan. Es stellte sich als geschretterts Hühnchen heraus, wobei die Stücken noch Knochen und Knorpel enthielt. Daher haben wir wegen Nichtessbarkeit noch ein zweites Gericht bestellt, diesmal war es besser. Am interessantesten war aber die Chinesen zu beobachten, die am Samstagabend in groβen Gruppen ins Restaurant kamen, die runden Tische mit Drehteller in der Mitte mit Essen vollstellen lieβen, damit sich dann jeder von jedem Gericht sich bedienen kann. Auch die anschlieβende Rechnung hat uns zufrieden gestimmt, nicht mal 14 Euro, aber hier trotzdem ein Vermögen.
 
Am nächsten Morgen ging es dann zunächst zu dem hängenden Kloster, dass sich in einer Schlucht in ca. 50 Meter in der Höhe an einer Felswand befand, geschützt von Flusswasser, Regen, Sonne und Wind. Da das Kloster nicht allzu groβ war (aber auch nicht mehr in Betrieb), durfte man die Besichtigungstour nur nach einem vorgeschriebenen Pfad absolvieren. Der Blick ins Tal war aber sehr schön und von oben sah der  Boden auch ziemlich tief aus.
 
Wesentlich mehr beeindruckt haben mich aber die Höhlen mit den 50.000 Buddhas, die am Nachmittag auf dem Programm standen. Ich hatte gedacht, dass sich die Buddhas alle in einer Höhle befinden würden, es waren aber viele kleine Höhlen, die vor 1.500 Jahren in den Sandstein gehauen wurden. Am erfürchtigsten stand ich aber gleich in der ersten Höhle vor einem riesigen Buddah, der mit goldenem Gesicht und riesigen schwarzen Augen von oben auf mich herabblickte, so dass ich mich plötzlich sehr klein gefühlt habe.
 
Die Nacht haben wir dann zusammen mit einem englischen Paar in einem "soft-sleeper"-Abteil verbracht, das ähnlich wie das russische Coupè aufgeteilt ist, nur wesentlich gemütlicher war. Auch war der Zug gar nicht so gut gebucht, wie wir aufgrund unserer Schwierigkeiten beim Fahrkartenkaufen vermutet hatten.
 
Heute morgen sind wir dann gegen 5 Uhr angekommen, wo wir in der Nähe des Platz des himmlischen Friedens ein Hostel (365 Inn) um 6 Uhr ohne Voranmeldung beziehen konnten. Wir haben eins der zwei Zimmer mit Blick auf die kleine Straβe davor, was zwar ziemlich laut ist (hauptsächlich Stimmengewirr, da in dieser Straβe kaum Autos fahren), aber auch gut zum Beobachten der Staβenszene ist, mit vielen fliegenden Händlern und kleine Restaurants, Einheimischen und Touristen. Auβerdem verfügt das Zimmer über extrem bequeme Betten, sowie eigenes Bad mit warmer Dusche.
 
Nach einem deftigen Frühstück ging es dann zum Platz des himmlischen Friedens. Auf dem Weg dahin haben wir festgestellt, dass die dahinführende Hauptstraβe schon komplett leergezogen und mit Bauzäunen versehen ist und nur auf den Abriss wartet - Peking scheint vor der Olympiade 2008 sein Gesicht erneuern zu wollen. Der Platz selbst kam mir gar nicht so riesig vor, dafür haben wir aber gleich die Iren von unserer Mongoleitour wieder getroffen. Die Halle des Volkes, die wir anschlieβend besichtigt haben, hat mich doch sehr an den "Palast der Republik" erinnert.
 
Ich freue mich, dass wir die nächsten Tage an einem Ort verbringen werden, weil wir dann nicht jeden Tag uns komplett neu orientieren müssen. Es gibt vieles anzusehen, aber auch zu organisieren, insbesondere unsere weitere Reise, deren Route sich zur Zeit minütlich ändert.

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