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Ueberblick

Reiseroute / Tibet

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Tibet ist nicht China, auch wenn die Chinesen das gern so hätten. Für den Aussenstehenden ohne Sprachkenntnisse ist es ziemlich schwer, das wahre Verhältnis zwischen Tibetern und Chinesen zu definieren. Deshalb wollen wir uns hierzu kein Urteil erlauben. Fakt ist jedoch, das Tibet vor dem chinesischen Einmarsch in den 1950er Jahren ca. 60 Jahre lang eine unabhängige Nation war. Wie an vielen Stellen in Tibet zu sehen, war die tibetiche Geschichte aber viele Jahrhunderte lang auch eng mit der chinesischen Historie verwoben.

Die Tibeter sehen rein äuβerlich den Chinesen nicht sehr ähnlich. Ähnlichkeit ist eher mit den Bergvölkern Südamerikas gegeben. Die bestrifft sowohl die Gesichter als auch die Kleidung. Ebenfalls ist erstaunlich, wie sehr z.B. der Baustil der tibetischen Häuser in manchen Regionen dem der Kasbahs im marrokanischen Atlasgebirge ähnelt oder in anderen Teilen den Häusern der Bergbauern in den Pyrenäen. Offensichtlich lassen ähnliche natürliche Gegebenheiten die Menschen an unterschiedlichen Enden der Welt zu den gleichen Lösungen kommen. Auf dem Lande fällt auf, wie die Tibeter mit äuβerst tradionellen Mitteln ihre Felder bearbeiten. Hier wird noch der Ochse vor den Pflug gespannt. In den Pilgerzentren findet man kaum einen älteren Tibeter ohne die hier typischen Gebetsmühlen, die er in der rechten Hand hält und um ihre eigene Achse dreht. Im täglichen Umgang erscheinen die Tibeter im Vergleich zu den Chinesen offener, freundlicher und zurückhaltender. Ein ganz besonders netter Zug der Tibeter ist es, dass sie uns das öffentliche lautstarke Rumgerotze erspart haben, welches wir sonst von den Chinesen leider gewohnt waren.

Die Chinesen sind in Tibet sehr präsent. Neben dem Militär, welches nach unseren Beobachtungen allerdings hauptsächlich mit Strassenbau und Permitvergabe für ausländische Reisende beschäftigt ist, haben sich die Chinesen auch sehr stark in das zivile Leben gemischt. Vor allem im Tourismusgeschäft werden viele Hotels und Agenturen von Chinesen betrieben. Neben einer vermuteten Bevorteilung der Chinesen durch die Behörden, muss man allerdings auch einräumen, dass die Tibeter von Natur aus nicht den Geschäftssinn der Chinesen haben. Wir haben leider nur wenige rein tibetisch geführte touristische Einrichtungen gefunden, die westlichen Servicemaβstäben annähernd entsprechen. Es bleibt also immer ein wenig schlechtes Gewissen beim Reisen, weil letztlich ein Groβteil des in Tibet ausgegebenen Geldes in chinesische Taschen fliesst.

Insgesamt hat uns Tibet ausserordentlich gut gefallen. Wir haben hier deutlich mehr Zeit verbracht, als wir ursprünglich geplant hatten. Schon der Anflug auf Lhasa vermittelt einem das Gefühl, wirklich auf dem Dach der Welt zu sein. Dies verstärkt sich noch, wenn man aussteigt und die in 3.700 m Höhe ziemlich dünne Luft atmet. Wenn man dann erst eine Nacht im Mt. Everest Basecamp verbracht hat, dann weiss man, dass man hier in der Tat ziemlich weit oben ist.

Hier nun die von uns bereisten Gebiete. Einfach raufklicken und Ihr findet unsere Tipps zu der jeweiligen Region:

Lhasa       Tour zum Mt. Everest          Ost-Tibet

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